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Walter B. Kielholz

Präsident des Verwaltungsrates, Swiss Re

Walter B. Kielholz wurde 1998 in den Verwaltungsrat der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG und im Zuge der Gründung der Swiss Re AG 2011 in deren Verwaltungsrat gewählt. Er ist Vorsitzender des Präsidial- und Governance-Ausschusses. Seine Laufbahn begann bei der General Reinsurance Corporation in Zürich, wo er verschiedene Positionen im Ausland innehatte. 1989 stiess er zu Swiss Re, wurde 1993 Geschäftsleitungs­mitglied und führte das Unternehmen von 1997 bis 2002. Ferner war er Mitglied des Verwaltungsrates der Credit Suisse Group AG und ab 2003 für sieben Jahre dessen Präsident. Zudem ist er Vizepräsident des Institute of International Finance und Mitglied des European ­Financial Services Round Table.

panel | Englisch

15.45 Uhr

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Warten auf die Rezession

Im Panel zur Geldpolitik diskutierten Walter B. Kielholz, Michael M. Liès, Adam Tooze und Axel A. Weber über die Auswirkungen der Finanzkrise zehn Jahre danach und die heutige Rolle der Zentralbanken.

Für Walter B. Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, besteht die grösste Gefahr im Moment darin, dass es gar keine Rezession geben könnte. Denn Rezessionen seien hin und wieder nötig, um Schulden abzubauen und Industrien zu rekonstruieren. Wichtig sei es, danach wieder sanft zu landen.

«Man hat es in den letzten zehn Jahren versäumt, fiskalische und politische Reformen zu ergreifen und stattdessen vor allem an der Geldpolitik geschraubt», kritisierte der Verwaltungsratspräsident der UBS Axel A. Weber. Michael M. Liès, Verwaltungsratspräsident der Zurich Versicherungen, pflichtete ihm bei. Dennoch müssten auch die Firmen selbst Verantwortung übernehmen und nicht immer alles an die Politik und die Zentralbanken delegieren.

Adam Tooze, britischer Wirtschaftshistoriker und Professor an der Columbia University, betonte, dass gerade bei der Bekämpfung des Klimawandels ein aktives Engagement der Finanzinstitute zentral sei. «Es geht hier nicht um die Rettung von ein paar Eisbären, unser ganzes System ist in Gefahr.»