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Michal Kosinski

Associate Professor, Stanford University

Der Psychologe und Datenwissenschaftler ist seit 2015 an der Stanford University tätig und legt seinen Forschungsschwerpunkt auf die Erforschung von Menschen durch die Linsen der digitalen Fussspuren, die bei der Nutzung digitaler Plattformen und Geräte zurückbleiben. Bevor er 2014 stellvertretender Direktor des University of Cambridge Psychometrics Centre wurde, war Michal Kosinski als Forscher bei Microsoft Research und als Postdoktorand am Stanford’s Computer Science Departement tätig.

keynote | Englisch

8.45 Uhr

Review
2019

«Das Ende der Privatsphäre ist bereits Realität»

«Ein Algorithmus kann die Persönlichkeit eines Menschen mit nur 250 seiner Facebook-Likes besser bestimmen als der eigene Ehepartner», sagte Michal Kosinski von der Stanford University in seinem Keynote-Referat am NZZ SIFF. Jeder und jede von uns würde jeden Tag unvermeidlicher Weise Unmengen von Daten produzieren. Diese teils oberflächlich scheinenden Informationen könnten mit künstlicher Intelligenz so kombiniert und auswertet werden, dass in sämtlichen Bereichen äusserst genaue Einschätzungen möglich seien. «Das Ende der Privatsphäre ist bereits Realität», ist der Psychologe und Datenwissenschaftler überzeugt. «Da dürfen wir uns nichts vormachen.» Diese vollständige Transparenz berge Gefahren, räumte Kosinski ein. Doch statt der verlorenen Privatsphäre nachzutrauern, sollten wir den fast unendlichen Datenschatz und dessen riesiges Potential konsequent nutzen und für Gutes einsetzen. «Viele praktische Services wie Google Maps funktionieren nur, weil wir die Apps ständig mit unseren Daten füttern.»