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Adam Tooze

Chair of History, Columbia University
Director of the European Institute

Nach Abschluss des Bachelors in Wirtschaftswissenschaften am Kings College Cambridge begann Adam Tooze sein Postgraduiertenstudium in Berlin, wo er das Ende des Kalten Krieges erlebte. Er promovierte anschliessend an der London School of Economics. Bevor Adam Tooze 2015 in die Geschichtsabteilung der Columbia-Universität wechselte, wurde er in die Barton-­­­M.-Biggs-Professur­ an der Yale University berufen. Dort bekleidete er das Amt des Direktors für Internationale Sicherheitsstudien.

panel | Englisch

15.45 Uhr

Review
2019

Warten auf die Rezession

Im Panel zur Geldpolitik diskutierten Walter B. Kielholz, Michael M. Liès, Adam Tooze und Axel A. Weber über die Auswirkungen der Finanzkrise zehn Jahre danach und die heutige Rolle der Zentralbanken.

Für Walter B. Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, besteht die grösste Gefahr im Moment darin, dass es gar keine Rezession geben könnte. Denn Rezessionen seien hin und wieder nötig, um Schulden abzubauen und Industrien zu rekonstruieren. Wichtig sei es, danach wieder sanft zu landen.

«Man hat es in den letzten zehn Jahren versäumt, fiskalische und politische Reformen zu ergreifen und stattdessen vor allem an der Geldpolitik geschraubt», kritisierte der Verwaltungsratspräsident der UBS Axel A. Weber. Michael M. Liès, Verwaltungsratspräsident der Zurich Versicherungen, pflichtete ihm bei. Dennoch müssten auch die Firmen selbst Verantwortung übernehmen und nicht immer alles an die Politik und die Zentralbanken delegieren.

Adam Tooze, britischer Wirtschaftshistoriker und Professor an der Columbia University, betonte, dass gerade bei der Bekämpfung des Klimawandels ein aktives Engagement der Finanzinstitute zentral sei. «Es geht hier nicht um die Rettung von ein paar Eisbären, unser ganzes System ist in Gefahr.»