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THE RT HON SIR John Major KG CH

Ehemaliger Premierminister, Vereinigtes Königreich, Senior Advisor, Credit Suisse

Rt Hon Sir John Major KG CH wurde 1979 Abgeordneter des britischen Unterhauses und 1983 Mitglied der Regierung. Er war unter anderem Schatzkanzler und Aussenminister, bevor er 1990 Premierminister des Vereinigten Königreichs wurde. Nach seiner politischen Karriere übernahm er die Rolle eines Senior Advisor bei der Credit Suisse und den Aufsichtsratsvorsitz von Global Infrastructure Management. 1999 wurde Sir John Major für seinen Beitrag zum Friedensprozess in Nordirland von der Königin zum Companion of Honour ernannt und 2005 zum Ritter des Hosenbandordens.

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Review
2018

BREXIT

Brexit: Lose-Lose für GB und Europa
Es sei ein kolossaler Fehler von Grossbritannien, die EU zu verlassen, zeigte sich Sir John Major (Britischer Premierminister 1990-1997) in seinem Keynote-Referat am NZZ SIFF überzeugt. Sowohl die britische Wirtschaft, als auch Europa würden durch das Ausscheiden der Briten aus der Union viel verlieren. So würde für britische Exporteure der Verkauf ihrer Waren im Ausland nicht nur teurer, sondern auch bedeutend komplizierter. Und Europa könne in einer Welt, deren Ordnung immer fragmentierter zu werden drohe, weniger geeint und stark auftreten. Der Ausgang der Brexit-Verhandlungen könnten noch nicht vorausgesagt werden, sagte der Politiker. Er hoffe aber weiterhin auf einen weichen Ausstieg. Eine zweite Abstimmung hingegen, wäre zwar theoretisch möglich, aber auf jeden Fall hochumstritten, so Major.

Grossbritannien und Schweiz zukünftig in einer ähnlichen Lage
Im anschliessenden Panel erörterten Keith Wade (Chefökonom, Schroders), Staatssekretär Roberto Balzaretti (Direktor der Direktion für europäische Angelegenheiten, EDA) und Aymo Brunetti (Volkswirtschaftsprofessor, Universität Bern) unter der Leitung von Ellen Frauenknecht die Auswirkungen des Brexit auf die Schweiz und ihre Beziehungen zur EU. Die drei Gesprächsteilnehmer stimmten dem Speaker Sir John Major zu, dass zum jetzigen Zeitpunkt der Ausgang der Brexit-Verhandlungen noch völlig offen sei. Wade wies darauf hin, dass der anstehende Brexit die Wirtschaft Grossbritanniens wegen der herrschenden Unsicherheit schon jetzt empfindlich geschwächt habe. Brunetti hofft immer noch auf ein zweites Referendum der Briten. Balzaretti unterstrich hingegen, dass die Schweiz auf jeden Fall auf jedes Szenario gefasst sein müsse. Denn nach dem Brexit – egal in welcher Form –, müsse die Schweiz sofort neue Abkommen für den wichtigen Handelspartner Grossbritannien bereithalten. Brunetti kann sich vorstellen, dass die Briten mittelfristig sogar zu einem engen Verbündeten der Schweiz werden könnten, da sie sich bald in Bezug auf ihr Verhältnis zur EU in einer ähnlichen Lage befinden würden.