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Marlene Amstad

Ökonomie-Professorin, Chinesische Universität von Hong Kong, Shenzhen

Finanzmarktexpertin Marlene Amstad lehrt und forscht zu chinesischen Finanzmärkten als Co-Direktorin des Centers on Financial Technology and Social Finance. Ihr Spezialgebiet ist das Entwickeln neuer Indikatoren für Politik und Investoren, basierend auf Big Data. Sie war zehn Jahre bei der Schweizerischen Nationalbank tätig, zuletzt als stellvertretende Direktorin und Leiterin der Investmentstrategie und Finanzmarktanalyse. Bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) war sie für die elf grössten asiatischen Notenbanken, davor beim Fed New York, der Bank of Japan, der Credit Suisse sowie der Konjunkturforschungsstelle KOF/ETH tätig. Marlene Amstad war Vorstandsmitglied der Schweizer Handelskammer in Hong Kong und ist Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).

keynote | Deutsch

Review
2018

MARKTÖFFNUNG CHINAS

Hong Kong als Vermittler bei der Öffnung der chinesischen Finanzmärkte
James Lau, Minister für Finanzdienstleistungen von Hong Kong, betonte in seiner Keynote-Speech am NZZ SIFF in Zürich die Schlüsselfunktion, die Hong Kong bei der sukzessiven Öffnung der chinesischen Finanzmärkte inne habe. Die chinesische Sonderverwaltungszone fungiere als wichtiger Vermittler zwischen den internationalen Finanzmärkten und dem Reich der Mitte, wie der studierte Mathematiker anhand verschiedener Beispiele darlegte. Weiter betonte Lau, dass Nachhaltigkeit einen zentralen Faktor der neuen Wachstumsstrategie von China darstelle und China auch innerhalb weniger Jahre zu einem Leader im Bereich Green Finance geworden sei.

«Der chinesische Markt darf von Schweizer Investoren nicht mehr ignoriert werden»
Die Schweizer Professorin an der Chinesischen Universität Hong Kong Shenzhen, Marlene Amstad, zeigte am NZZ SIFF auf, dass sich China für eine graduelle Öffnung seiner Kapitalmärkte entschieden hat. Inflows wurden vor Outflows liberalisiert, direkte Investitionen vor Portfolio-Investitionen ermöglicht. Die Brücken seien jetzt gebaut, der Verkehr sei aber noch schwach, erklärte Amstad den momentanen Stand der Öffnung metaphorisch. Es müsse zuerst Vertrauen zu den chinesischen Märkten aufgebaut werden – auch mit Hilfe der Rating Agenturen, diese spielten eine wichtige Rolle, so die Ökonomin weiter. Den Vertretern der Schweizer Finanzbranche riet Amstad, sich selber intensiv mit China auseinandersetzen, denn investieren könne man nur an Orten, die man kenne. Der riesige chinesische Markt dürfe nicht länger ignoriert werden. Bisher hätten die chinesische Banken am meisten von der Öffnung profitiert.