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Eveline Widmer-Schlumpf

Bundesrätin, Vorsteherin Eidgenössisches Finanzdepartement

Nach ihrem Jurastudium, dem Erwerb des Bündner Anwalt und Notariatspatent und ihrer Promotion an der Universität Zürich war Eveline Widmer-Schlumpf von 1987 bis 1998 als selbständige Rechtsanwältin und Notarin tätig. 1985 wurde sie ins Kreisgericht Trin gewählt und präsidierte dieses von 1991 bis 1997. Als Grossrätin arbeitete sie in zahlreichen Kommissionen mit. 1998 wurde sie in die Bündner Regierung aufgenommen und war in der Folge zwei Mal Regierungspräsidentin. 2007 wurde Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt, wo sie seit November 2010 Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements ist. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist Mitglied der BDP Schweiz. Sie wurde 1956 in Graubünden geboren und ist dreifache Mutter.

keynote | Deutsch

8.30 Uhr

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2015

«Die Schweiz ist als kleine, offene Volkswirtschaft vom schwierigen Umfeld besonders betroffen.»

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hält das makroökonomische Umfeld weiterhin für schwierig. Die Schulden würden das Wachstum schwächen, und die lockere Geldpolitik sei insofern unberechenbar, als sie noch Folgen zeitigen könnte, die niemand voraussah. Als kleine offene Volkswirtschaft ist die Schweiz von diesen Verwerfungen besonders betroffen. Umso wichtiger ist es laut Widmer-Schlumpf, dass die Finanzbranche, die Behörden und die Politik einen vertrauensvollen Dialog führen. Die Aufräumarbeiten nach der Finanzkrise von 2008 würden viele Ressourcen verschlingen. Die Bundesrätin stellte dabei aber in Abrede, dass die Schweiz in regulatorischer Hinsicht die Rolle der Musterschülerin einnehmen wolle. Vielmehr sei das Land darauf angewiesen, dass es international einheitliche Regeln gibt, an die sich alle wichtigen Länder halten. Deshalb ist es laut Widmer-Schlumpf auch unerlässlich, dass die Vertreter des Landes in internationalen Gremien mitarbeiten.