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Philipp Hildebrand

Vice Chairman, BlackRock

Philipp Hildebrand war von 2003 bis Januar 2012 Mitglied des Direktoriums der SNB. 2010 wurde er zum Präsidenten der SNB gewählt und damit zum jüngsten Nationalbankchef. Zudem war er Mitglied des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel und Vizepräsident des Financial Stability Board (FSB). 2011 wurde er vom internationalen Finanzmagazin «The Banker» als europäischer Zentralbankchef des Jahres gewürdigt. Vor seiner Zeit bei der SNB war Philipp Hildebrand von 2001 bis 2003 bei der Union Bancaire Privée (UBP) in Genf tätig, wo er das Amt des Chief Investment Officers bekleidete und Mitglied des Exekutivkomitees war. Zuvor war er Chief Investment Officer der Vontobel-Gruppe und Partner beim Hedgefond Moore Capital Management in London und New York. Seit Oktober 2012 ist Hildebrand Vice Chairman von BlackRock.

keynote | Deutsch

10.30 Uhr

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Paneldiskussion

Nach der Ankunft in der Fintech-Gegenwart mit Arslanian von PwC folgt der Blick in die Zukunft: "Wie sieht der Schweizer Finanzplatz 2025 aus?", fragen sich im beeindruckend besetzten Panel Philipp Hildebrand von Blackrock, Walter B. Kielholz von Swiss Re, Romer Lacher von SIX, Urs Rohner von der Credit Suisse, Herbert J. Scheidt von der Schweizerischen Bankiervereinigung. Den Euro wird es dann noch geben, sind sich die Herren nach den jüngsten Wahlen in den Niederlanden und Frankreich einig.

Der makroökonomische Ausblick der Runde ist etwas zurückhaltender; Hildebrand ist als Vize Chairman von Blackrock überzeugt, dass sowohl die Zinsen als auch das Wachstum bis 2025 tendenziell unter dem Niveau von vor der Finanzkrise sein werden - zu hoch seien die Schuldenberge vieler Staaten, zu ungünstig die demografische Entwicklung. Axel Weber hofft als Verwaltungsratspräsident der UBS auf strukturelle Reformen, um langfristig gestärkt aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten hervorzugehen. Den starken Franken sieht er als Spiegel des schwachen Euro – die Schwächung des einen hänge von der Stärkung des anderen ab.

Einig sind sich Scheidt als Präsident des SBVg und Kielholz als Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, dass der Kostendruck sowohl bei Versicherungen als auch bei Banken anhalten werde. Angesichts der radikalen Veränderungen, die der Finanzsektor in den vergangenen Jahren schon gesehen habe, hätte man das Beschäftigungsniveau in der Schweiz gut aufrecht erhalten können. Bedingung, damit das auch weiterhin gelingt, sei ein gutes Ausbildungssystem. Oder in den Worten Hildebrands: Die Chairman dieser Runde würden auch künftig noch hier sein, aber deutlich weniger verdienen. Skeptisch blickt die Runde auf die gegenwärtigen regulatorischen Entwicklungen in Ländern, die wieder "great again" sein wollen. Wolle man angesichts des Ring Fencings etwa in den USA oder in Grossbritannien langfristig nicht abseits stehen, müssten die regulatorischen Rahmenbedingungen auch in der Schweiz angepasst werden. Die Frage in diesem Zusammenhang sei, wieviel Gürtel und Hosenträger es gleichzeitig brauche, meint Scheidt plakativ. Und Hildebrand ergänzt, dass insbesondere im Produktebereich eine Reliberalisierung vonnöten sei, wohingegen er einer Lockerung der Kapitalerfordernisse, wie sie gegenwärtig in den USA wieder auf dem Tisch ist, skeptisch gegenübersteht. Rohner windet als Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse dem Schweizer Bankenservice zum Schluss ein Kränzchen, kämen doch von den Kunden sehr selten negative Rückmeldungen. Moderator Peter A. Fischer, Wirtschaftschef der NZZ, schliesst die Runde mit einer Wunschliste der Herren ab: "Fokus auf Innovation", fasst Romeo Lacher als Verwaltungsratspräsident der SIX alle Wünsche zusammen.