Take-Aways

Peter A. Fischer

Dienstag, 28. Juni 2016, 17.00 Uhr

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Peter Fischer, Leiter NZZ-Wirtschaftsredaktion, fasste die wichtigsten Erkenntnisse des SIFF 2016 zusammen. Erwartungsgemäss war «Brexit» das Wort des Tages. Obwohl das Konferenzthema «Back to Growth» lautete, war heute eine gewisse Verunsicherung omnipräsent. Dies kam in den Referaten und den Diskussionen klar zum Ausdruck.


Konklusions-Panel "Back to Growth"

Axel A. Weber und Urs Rohner

Dienstag, 28. Juni 2016, 16.30 Uhr

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Bald zu hohe Inflation?

Das letzte Panel bestritten die Verwaltungsratspräsidenten der Credit Suisse und der UBS. Einig sind sich Urs Rohner und Axel Weber, dass die gegenwäritge Geldpolitik hinsichtlich des Ziels "Back to Growth" wirkungslos seien. "Um die japanische Hausfrau mittels Negativzinsen zu mehr Konsum zu bewegen, müsste man konsequenterweise das Bargeld verbieten, was politisch wohl kaum durchsetzbar wäre", so Rohner. Zudem sei durchaus plausibel, dass bald eine Phase zu hoher Inflation folgt, ergänzte Weber. Mit Blick auf zukunftsträchtige Geschäftsfelder orten beide Bankenkapitäne grosses Potenzial in der Zusammenarbeit mit Fintech-Startups. Robo-Advising, wie zuvor von Thomas Fortin von BlackRock erwähnt, sei dabei nur ein Element. Darüber hinaus findet die Digitalisierung und Automatisierung auch in nachgelagerten Geschäftsprozessen hinter der Front statt. Die Herausforderung für Banken sei, die Konsumenten, die sich von den gewohnten Kanälen wegbewegen zu Amazon, Google und Co., auch in Zukunft als Kunden zu halten.

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Wie wird die Welt von morgen aussehen?

Kenneth Rogoff

Dienstag, 28. Juni 2016, 16.00 Uhr

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"China, nicht der Brexit ist unser Problem"

Mit dem Blick auf die Welt von morgen erachtet der Harvard-Professor Kenneth Rogoff die am diesjährigen SIFF oft erwähnten Herausforderungen der Niedrigzinsen und des technologischen Forschritt als "the easy stuff". Er zweifelt nicht daran, dass die Zentralbanken einen Weg aus der gegenwärtigen Niedrigzinsfalle finden werden, und dass die technologischen Forschritte langfristig zu neuem Wirtschaftswachstum führen. Die gesellschaftlichen und politischen Implikationen der technologischen Veränderungen zu meistern, werde hingegen eine Herkulesaufgabe. Einmal mehr fiel in diesem Zusammenhang das Stichwort Populismus. Interessant auch die Aussage des Ökonomen zum Schluss: "Im Vergleich zum nachlassenden Wachstum in China ist der Brexit aus wirtschaftlicher Sicht ein Klacks."

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Technologische Perspektive: Die Zukunft von Mobile Payment

Nathalie Oestmann, Thierry Kneissler,
Armin E. Schmid und Tobias Wirth

Dienstag, 28. Juni 2016, 14.45 Uhr

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"Einfachheit gewinnt"

Die Runde zur Zukunft mobiler Bezahlsysteme war mit Vertretern von Samsung Pay, Twint, Paymit und Aduno kompetent besetzt. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass die Schweiz ein sehr aktiver Markt sei mit hohen Raten an kontaktlosen Bezahlvorgängen. Am Ende wird sich beim Mobile Payment die Lösung durchsetzen, die am einfachsten zu nutzen ist. Den Kunden sei im Grund egal, ob sie NFC, Bluetooth oder QR-Code nutzen, solange die Bezahlung funktioniert. Der Schweizer Finanzplatz reagiert auf die ausländische Konkurrenz mit einer breiten Allianz von Paymit und Twint. Wie auf dem Panel zugegeben wurde, dürfte die Zusammenarbeit nicht ganz einfach sein, es müssen unterschiedliche Systeme und Kulturen zusammengeführt werden. Doch man glaubt, mit Lokalkolorit bei den Kunden punkten zu können. Für Samsung Pay ist das entscheidende Argument aber die Einfachheit, und die kennt keine Grenzen.

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Asset Management neu definiert

Thomas M. Fortin

Dienstag, 28. Juni 2016, 14.15 Uhr

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"Die letzten Zusteiger im Digitalisierungszug"

Thomas Fortin leitet bei BlackRock den Geschäftsbereich Retail Technologie und machte sich am SIFF für das Robo-Advising stark. Die Finanzbranche sei vermutlich die letzte, die sich überlege, wie die Digitalisierung das Kundenengagement erhöhen könnte. Digitalisierte Beratung soll die Türen zu neuen Kundengruppen öffnen, die ihr Vermögen bislang in Bankkonten parkiert und nicht an Finanzmärkten investiert haben. Der Roboter als Kundenberater werde aber nicht den Menschen ersetzen: "Einige Kunden rufen bei uns an, einfach nur um zu sehen, ob da noch ein richtiger Mensch am anderen Ende der Leitung sitzt".

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Wie Regulierung innovative Geschäftsmodelle beeinflusst

Mark Branson und Patrick Odier

Dienstag, 28. Juni 2016, 13.30 Uhr

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"Regulierung in die neue Landschaft einpassen"

Sie sind vermeintlich Kontrahenten, und waren sich am Podium doch einig: Sowohl Mark Branson, Direktor der Finanzmarktaufsicht (FINMA), als auch Patrick Odier, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), plädieren für eine rasche Anpassung der Regulierung an neue Finanztechnologien. Die Regeldichte für innovative, kleine Firmen des Finanzplatzes solle weniger hoch sein als für Banken. Offene Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Finech sieht Branson im Bereich der Cybersecurity. Zudem müsse sich die Regulierung auch an die zunehmende Auslagerung von Geschäftsprozessen durch Bankinstitute anpassen.

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Grusswort aus dem Finanzdepartement

Ueli Maurer

Dienstag, 28. Juni 2016, 13.15 Uhr

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"Regulierung lässt uns noch atmen"

Bundesrat Ueli Maurer leitete den Nachmittag des SIFF mit einer Ansprache im Namen des Finanzdepartements ein. Dabei hob er die Stärken des Schweizer Finanzplatzes hervor, verwies aber auch auf wichtige Elemente, um das Ziel "Back to Growth" zu erreichen. Dazu zählt der internationale Marktzutritt für hiesige Finanzinstitute. "Dabei gibt es nicht das Ei des Kolumbus, sondern der Marktzutritt muss Schritt für Schritt in Kleinarbeit geschaffen werden." Zudem betonte der Finanzminister die Zusammenarbeit der Politik mit dem Finanzplatz und räumte ein, dass es zwar zu viel Regulierung hierzulande gebe, im internationalen Vergleich lasse sie einen aber noch atmen.

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Breakout Sessions

Breakout Session - Blockchain

Dienstag, 28. Juni 2016, 11.00 Uhr

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Nach den Keynote-Referaten hatten die Teilnehmenden in drei Breakout Sessions die Möglichkeit, ihr Wissen in den Themengebieten «Digital Asset Management», «Blockchain» und «Crowdfunding» zu vertiefen.

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Hot Issues: Brexit

Burkhard Balz, Aymo Brunetti und Alexis P. Lautenberg

Dienstag, 28. Juni 2016, 9.45 Uhr

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"Austritt ist Austritt"

Burkhard Balz, Mitglied des Europäischen Parlaments und deutscher CDU-Politiker, sprach aufgrund der kurzfristig angesetzten Brüsseler Brexit-Beratungen in einer Videobotschaft zu den SIFF-Teilnehmenden. Er plädierte für eine rasche Abwicklung des Brexit innerhalb von "höchstens" zwei Jahren. Interessant aus Schweizer Sicht ist seine Aussage, das Modell der EU-Schweiz-Beziehung werde sicher eine Möglichkeit für die zukünftigen Beziehungen der EU zu Grossbritannien sein. Nach Balz' Videoboschaft diskutierten Aymo Brunetti, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Bern, und Alexis Lautenberg, Verwaltungsratspräsident des Swiss Finance Council, über die Auswirkungen des Brexit. Brunetti bedauerte insbesondere die weitere Verzögerung der Normalisierung der Geldpolitik. Offen ist in den Augen der Diskutanten, inwiefern der hiesige Finanzplatz vom Brexit aufgrund der Abwanderung von Finanzaktivitäten aus London profitieren kann.

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Internationale Perspektive: Ein Blick auf das Big Picture

Ian Goldin

Dienstag, 28. Juni 2016, 8.45 Uhr

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"Heute ist der langsamste Tag vom Rest Ihres Lebens"

Ian Goldin, Professor der Universität Oxford, zeigte den globalen Kontext auf, in dem das diesjährige SIFF stattfindet. Der Professor für Globalisierung verwies vehement auf die wachsende Gefahr des Populismus, der sich jüngst im Brexit manifestiert hat. "Neue Technologien bieten wundervolle Möglichkeiten, aber sind ebenso disruptiv und verunsichern die Leute, die mit der wachsenden Geschwindigkeit der Veränderungen überfordert sind", so Goldin. Angesichts wachsender Ungleichheiten innerhalb der Gesellschaften flüchten sich die Wähler in rechtspopulistische Ideen, die vermeintlich wieder Sicherheit und Identität in einer globalisierten Welt verheissen.

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Internationale Perspektive: Ein Blick auf das Big Picture

Sergio P. Ermotti

Dienstag, 28. Juni 2016, 8.45 Uhr

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Von "Too Big to Fail" zu "Too Small to Survive"

Sergio P. Ermotti, Group CEO UBS Group AG, setzte den Rahmen des diesjährigen SIFF und zeigte die gegenwärtigen Herausforderungen im Bankensektor auf. Das stagnierende Wachstum und die Niedrigzinsen sind ungünstige makroökonomische Rahmenbedinungen. Auch das regulatorische Umfeld und hierbei insbesondere strengere Eigenkapitalvorschriften erschweren es Banken zusätzlich, kostendeckend zu arbeiten. Zudem sprach der CEO die Überkapazitäten im europäischen sowie auch im Schweizer Bankensektor an, das Motto sei daher heute nicht mehr "Too Big to Fail", sondern "Too Small to Survive". Ermotti geht von einer anhaltenden Konsolidierung im Bankensektor aus, und streicht daher die Notwendigkeit zu Kosteneffizienz hervor, um noch mehr in technische Innovationen im Bereich Fintech investieren zu können.

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Begrüssung zum 3. Swiss International Finance Forum 2016

Dienstag, 28. Juni 2016, 8.30 Uhr

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Pünktlich um 8.30 Uhr begrüsste Gastgeber Veit Dengler, CEO der NZZ-Gruppe, die rund 300 anwesenden Führungspersönlichkeiten zum 3. Swiss International Finance Forum 2016. Die diesjährige Konferenz richtet das Augenmerk in die Zukunft. Ausgewiesene nationale und internationale Experten zeigen auf, wie in der angespannten Weltwirtschaft neue Geschäftsmodelle entwickelt und Wachstumspotenziale genutzt werden können. Besondere Beachtung findet der Fintech-Sektor, der als wichtiger Treiber der Wettbewerbsfähigkeit die Branche verändern kann.

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